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Safety first!

Auch im Umgang mit Chemikalien bei der Arbeit


Die europäische GHS-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008, auch CLP-Verordnung genannt, ist seit dem 01.06.2015 verbindlich anzuwenden.

CLP - Classification, Labeling and Packaging
GHS - Global Harmonisiertes System zur Kennzeichnung und Einstufung von Chemikalien (Global Harmonized System)
CMR - Cancerogen, Mutagen und Reproduktionstoxisch
STOT - Spezifische Zielorgan-Toxizität (Specific Target Organ Toxicity)
Wozu eine neue Kennzeichnung ? Änderungen durch GHS auf einen Blick Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit
Ein lachender Totenkopf auf giftig orangefarbenem Untergrund – wer würde da nicht davon absehen auch nur einen winzigen Schluck der so gekennzeichneten Chemikalie zu kosten?! Zweifelsohne waren die bisher eingesetzten, auffälligen Gefahrensymbole dafür geeignet, dem Menschen das Gefahrenpotential des fraglichen Stoffes aufzuzeigen mit denen er sich bei der Arbeit und im Alltag konfrontiert sieht. Der Sinn einer solchen Kennzeichnung springt gleichfalls ins Auge – Schutz des Menschen und der Umwelt!
Um die Effektivität dieses Schutzes auch im Zeitalter der Internationalisierung des Personen– und Warenverkehrs zu gewährleisten, war es geboten, ein einheitliches System zur Bestimmung und Kennzeichnung gesundheits– und umweltschädlicher Chemikalien zu entwickeln. Dieses Ziel verfolgt die im Januar 2009 in Kraft getretene EU–Verordnung, basierend auf einem zur weltweiten Anwendung entwickelten Vorschlag der Vereinten Nationen.

Übergangsfristen:
Die Frist für den Abverkauf von Lagerbeständen (Stoffe) ist bereits abgelaufen, für Gemische im Lagerbestand mit alter Kennzeichnung gilt der 31.05.2017
An Stelle der bisher geläufigen 10 Piktogramme treten 9 neue Piktogramme zur Kennzeichnung der Gefahrstoffe, die nicht weniger eindeutig in ihrer Aussagekraft sind. Die neuen Gefahrensymbole kennzeichnen sich durch eine rotumrandete Raute auf weißem Grund, auf welchem ein schwarzes Symbol bildhaft vor den auftretenden Gefahren warnt. Diese Gestaltung ist schon aus der Symbolik für Gefahrguttransporte bekannt
Die Chemikalienvertreiber werden ihre gefährlichen Produkte zukünftig in 28 Gefahrenklassen, statt in bisher 15 Gefahrenmerkmale, einteilen (Download: GHS–Gefahrenhinweise). Weiterhin werden die anzugebenden Sicherheitshinweise an internationale Standards angepasst (Download: GHS–Sicherheitshinweise). Es ergeben sich weit reichende Auswirkungen auf Sicherheitsdatenblätter, die gewerblichen Anwendern kostenlos von den Chemikalienvertreiber zur Verfügung gestellt werden. Ausreichende Übergangsfristen mit zeitweiliger Einstufung und Kennzeichnung der Chemikalien nach dem alten und neuen System in den Sicherheitsdatenblättern werden die Umsetzung erleichtern. Auf dem Behälteretikett sind allerdings immer nur die Piktogramme nach einem System erlaubt.
Damit der Zusammenschluss von Schutz und Effektivität nicht nur auf dem Papier sondern vor allem in den Betrieben im Umgang mit Chemikalien bei der Arbeit Einzug hält, ist es notwendig, sich mit den Änderungen für den Arbeitsschutz vertraut zu machen. Dies sollte auf Basis der Informationen aus den Sicherheitsdatenblättern sowohl im Rahmen der Überarbeitung von Betriebsanweisungen als auch in umfassender Information und Schulung der Beschäftigten erfolgen. Die Umsetzung dessen kann in den Unternehmen durch fachkundige Personen, wie Gefahrstoffbeauftragte, interne und externe Fachkräfte für Arbeitssicherheit geleistet werden.
INGUS–Reiling bietet seinen Kunden ein gestuftes Vorgehen zur effektiven und reibungslosen Umsetzung der GHS im Unternehmen an:
  1. Anpassung des Gefahrstoffkatasters
  2. Überarbeitung der Betriebsanweisungen
  3. Information und Schulung der Beschäftigten
Der GHS–Verordnungstext sowie weitere Informationen zur GHS sind auf der Homepage der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (www.baua.de) unter dem Themenstichwort „Gefahrstoffe“ zu erhalten.



Dr. Winfried Reiling


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